Auf den nächsten Seiten lesen Sie einen kleinen Auszug aus der Geschichte unserer Feuerwehr.

Vorab, ein großer Dank an Herrn Karl Korizek zur Verfügungstellung der vielen alten Fotos und einen Teil der Chronik.

Auszug aus dem Buch Flößermarkt Au von Herrn Karl Korizek

Chronik der Freiwilligen Feuer- und Wasserwehr Au /Donau

Au hatte bereits sehr früh das Marktrecht. U.a. bestätigte der Erzherzog von Österreich, König von Böhmen, Kroatien und Ungarn sowie spätere Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Ferdinand I. am 3. März 1530 die Marktfreiheiten von Au, weil die alte Urkunde verloren gegangen war.

Wappen
 

Seit die Menschheit das Feuer kennt, kam es auch immer wieder zu Bränden. Aber auch gegen die unberechenbaren Fluten musste man immer wieder ankämpfen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Schutz und die Abwehr immer mehr organisiert. Es entstanden freiwillige Gruppen zur Brandbekämpfung. Doch in Au war es immer wieder das Wasser, welches die Bewohner des Flößermarktes zur Abwehr gerufen hat.                                                                                                                                         

Eine Gefahrenquelle war sicher die frühere Bauweise mit den Strohdächern, den aus Holz gefertigten Schornsteinen und den offenen Feuerstellen. Bereits die Herrschaften Windegg und auch Spielberg, zu der Au gehörte, gaben Weisungen, sogenannte „Verhaltensregel“ heraus. Die nachweislich Ältesten stammen aus dem Jahre 1523. Die Bewohner wurden aufgerufen im Falle eines Brandes aus dem Haus zu laufen und laut „Es brinnt, es brinnt…“ zu rufen, als Hilferuf an die Nachbarn zu helfen oder sie vor der Gefahr zu warnen.

Ab dem Jahr 1786 trat in Oberösterreich erstmals eine „Feuerordnung“ in Kraft, in der eingehend auf die Gefahren eines Brandes hingewiesen wurde. Außerdem enthielt sie eine Reihe an Bestimmungen, die man einhalten musste. Offenes Licht in Stall und Scheune wurden untersagt, ebenso das Rauchen usw. Auch vor den Gefahren in der Küche, wie zum Beispiel vor Schmalzbränden, wurde gewarnt.

Um organisatorische Schritte zu setzen, wurde 1869 der Österreichische Feuerwehrverband gegründet. Durch Aufrufe der der Gemeindeoberhäupter, wurde am 06. Dezember 1891 in Naarn bereits die Gründung einer Feuerwehr beschlossen.

 

Geschichte der FF Au

Vorläufer des Feuerwehrwesens in Au war eine nicht offizielle Art Betriebsfeuerwehr der Flößergemeinschaft und Holzschwemmarbeiter zum Schutze der Anlagen und des hier gelagerten Schwemmgutes Holz, das im Zuge von Flößen und der Holzschwemm auf der Aist, Traun, Enns und Donau nach Au gelangte. Hier ist das Gründungsjahr nicht datiert. Die von der Schwemmverwaltung angeschaffte Abprotzspritze stand nach 1891 mehrmals im Einsatz.
Abprotzspritze
 

Hilfeleistung bei eintretender Feuer – oder Wassergefahr.

Im Falle eintretender Feuer – oder Wassergefahr sind sämtliche Arbeitspersonen verpflichtet, die zur Abwendung von Schäden angeordneten Vorkehrungen und Verrichtungen der Direktion zu jeder Tages und Nachtzeit in Vollzug zu setzten, wofür dieselben, sofern es sich speziell um Wahrung des Interesses der Triftunternehmung handelt, besonders entlohnt werden. Die Entlohnung für die vorhin benannten Verrichtungen wird für je 1 Nacht um 25% höher berechnet, als der bestimmte Lohnsatz pro Tag beträgt.

 

1905:
Interessant ist das Verhalten der Ortschaft Au. Herr Hauptmann bemühte sich vergeblich, in diesem Orte eine Löschrotte zu gründen, ja sogar eine Generalversammlung wurde in Herrn Pühringers Gasthaus abgehalten, aber alles umsonst, Widerstand über Widerstand. Vielleicht kommen sie nach langjährigen Streitereien und Zerwürfnissen endlich doch zur Gründung einer Feuerwehr, wie man hört, schon in diesem Jahr.“ Dazu kam es aber nicht.

LoschrotteAu1905
eine originale Kopie von 1905 über die Löschrotte der Ortschaft Au
 

 

Eine Chronik der freiwilligen Feuerwehr Au wurde vom Gründungsjahr bis 1957 geführt. Leider steht das Original der Feuerwehr nicht mehr zur Verfügung.

Grndungsurkunde
Gründungsurkunde
 

 

Grdungsurkunde1
Grdungsurkunde2
 

Erst als im Dezember 1922 der damalige Bürgermeister mit Nachdruck auf eine eigene Wehr plädierte, fand am 23. Jänner 1923 offiziell die Gründung einer Feuerwehr in Au statt. Die erste Versammlung fand im Gasthaus Pühringer statt. Von den 52 anwesenden Männern wurde der amtierende Bürgermeister von Au an der Donau, Josef Froschauer, zum Wehrführer gewählt.

BrgermeisterJohannFroschauermitEhefrauDie Wehr bestand aus einer Steiger-, Spritzen-, Rettungs- und Wasserwehrabteilung. Die Knaust´sche Abprotzspritze wurde von der Schwemmverwaltung der freiwilligen Feuerwehr Au zur Verfügung gestellt.

Hier ein Auszug aus den “Abteilungen“

Steiger Abteilung:

Schatz Franz

Steigerführer

Luftensteiner Johann

Stellvertreter

Knoll Josef

Steiger

Müller Josef

Steiger

Trautmann Johann

Hornist

Aichinger Franz

Hornwart

 

Spritzen Abteilung:

Hundsdorfer Martin

Spritzenmeister

Reichart Max

Stellvertreter

Grasserbauer Johann

Schriftführer

Pühringer Alois

Hornist

Reichart Anton

Zeugwart

Brunner Franz sen.

Zeugwart

 

Rettungsabteilung:
 

Wagner Alois

Rettungsführer

Hametner Karl

Stellvertreter

Langeder Anton

Sanitäts Patroullien Führer

Wasserwehrabteilung:

Tauber Franz sen.

Wasserwehrführer

Wagner Alois

Wasserwehrführer Stellvertreter

 
 
 
 
 

Bei der Wahl in den Wehrausschuss wurden folgende Mitglieder gewählt:

Froschauer Josef

Wehrführer

Bürgermeister

Zauner Franz

Wehrführer-Stv.

Schuhmacher

Grasserbauer Johann

Schriftführer

 

Schatz Franz

Steigerführer

 

Hundsdorfer Martin

Spritzenmeister

 

Tauber Franz sen.

Wasserwehrführer

Nauführer

Wagner Alois

Wasserwehrführer-Stv.

Rettungsführer

Pührerfellner Heinrich

Wehrausschuss

Müller

Kiehas Anton

Wehrausschuss

 

Mraz Franz

Wehrausschuss

Bauer

Brunner Franz sen.

Wehrausschuss

Schwemmverwalter

 

Da die Freiwillige Feuerwehr Au den besonderen Vorteil besitzt, im Kreise ihrer Mitglieder wasser- und fahrkundige Männer zu besitzen und bei Hochwassergefahr dasselbe unbedingt nötig ist, haben wir beschlossen, eine eigene Wasserwehrabteilung aufzustellen. Es haben sich folgende Mitglieder gemeldet, welche ihren Führer und Stellvertreter wählten (fast alle waren von Beruf Flößer).

TauberFranz
Tauber Franz sen.
MitgliederderWasserwehr
Mitglieder der Wasserwehr
 
 

 

FeuerwehrmitgliederausAuanderDonau
Grndungsmitglieder

Gründungsmitglieder

 

MitschriftdererstenVersammlung

Originalkopie - Mitschrift erste Versammlung

 

Auszug aus der Feuerwehr Chronik Au an der Donau:

Feuerwehr Ausschusssitzung am 07. Juni 1923:
Wehrführer Froschauer ersucht die Besitzer des Festplatzes, Hr. Schön, Hr. Hannl, Hr. Pühringer um Überlassung Ihrer Gärten zur Errichtung eines Festplatzes für das Gründungsfest. Dieser Bitte wurde freundlichst entgegengekommen und die Überlassung der Gärten von den Besitzern zugesichert. Wehrführer Froschauer stellt an die Wirte den Antrag, da bei herrlicher Witterung und guten Geschäft, dieselben vom Fest persönlichen Nutzen ziehen, jeder Wirt möge für die Feuerwehr ein Fass Bier gratis geben. Dieser Antrag wurde vom Ausschuss und den Wirten einstimmig angenommen.“       

 

1923 - Das Gründungsfest

Grndungsfest19231
Grndungsfest19232
 

Gründungsfest

 

Auszug aus der Feuerwehr Chronik Au an der Donau:

Am 29. Juni 1923 feierte die neu errichtete Wehr in Au ihr Gründungsfest, welches durch sehr schönes Wetter begünstigt war. Die hiesige Wehr welche durch 30 Mann unter Führung des Obmannes vertreten war und oblag ihr die Aufgabe bei der Feldmesse Spalier zu nehmen und die Ordnung herzustellen. Aus mehreren und weiterer Umgebung, sowie auch von Niederösterreich sind Feuerwehren erschienen. Vier Musikkapellen sorgten für die musikalische Unterhaltung, namentlich waren die vereinigten Kapellen Naarn, Perg am meisten umlagert und ernteten großen Beifall. Auch für einen schwimmenden Tanzboden (benannt Venedig in Au) war gesorgt. Der Selbe erfreute sich einen großen Zuspruch. Au kann dessen auch im Allgemeinen vollauf zufrieden sein, da der Besuch ein sehr zahlreicher war. Dem Veranstalter wurde daher auch für die musterhafte, tadellose Veranstaltung die vollste Anerkennung ausgesprochen.“

Grndungsfest19233

Gründungsfest

 

1923 - Hochwasser

Beim großen Hochwasser im Herbst 1923 bestand die Wehr ihre erste Belastungsprobe.

Hochwasser1923beiAltzingerGetreideMagazin

Bild 9: Hochwasser 1923 – “Altzinger Getreide Magazin“ (heutiger Pühringer Stadl)

 

1925 - Beginn Depotbau

Auszug aus der Feuerwehr Chronik Au an der Donau:

Feuerwehr Jahresversammlung 22 Feb. 1925:

Depotbau: Wehrführer Froschauer berichtet, dass der zum Depotbau erforderliche Grund bereits sichergestellt ist, und mit dem Bau desselben in ca. 1 Monat begonnen werden kann. Die vorhandenen Ziegel, sowie mit Zuführung des erforderlichen Materials (Steine, Schotter) bei schöner Witterung begonnen werden kann. Er ersucht die Mitglieder um Mithilfe bei den nötigen Arbeiten um das Depot zu möglichst billigen Preisen zu erbauen und die Fertigstellung desselben zu beschleunigen.“

Feuerwehrzeughausweihe
AltesFeuerwehrhausAuDonau
EinweihungdesFeuerwehrzeughausesAu
 

Abschrift aus der Feuerwehr Chronik Au an der Donau:

Am 09. Aug. 1925 feierte die Freiwillige Feuerwehr Au die Einweihung ihres neu erbauten schönen Depots.

Zeitungsartikel1925

Volksblatt Bericht Einweihung Zeughaus

 

 

1928 - Anschaffung Motorspritze

Im August 1928 wurde die erste zweirädrige Motorspritze bestellt, diese kostete 8.000 Schilling was für diese Zeit eine gewaltige Summe darstellte. Dementsprechend schwer war auch die Finanzierung. Die Weihe wurde von Herrn Pfarrer Hebrank vollzogen.

 
Motorspritze1928
Motorspritze mit Blumenschmuck
 

 

Feuerwehrübung bei der Motorspritzenweihe im August 1928 beim Kaufhaus Fragner, heute Gusenbauer, Tauber Parkplatz (Hofstättergrund mit Linde)

bungMotorspritze1928Übung Motorspritzenweihe
 

 

1930 - Schenkungsvertrag Feuerwehrgrundstück

SchenkungsvertragFeuerwehrgrundstck
 
 

 

1938

Es gab immer wieder Wassereinsätze, denn im Bereich des Feuerwehrsprengels Perg gab es nur zwei Wasserwehrabteilungen Au/Donau und Hütting. Am 01. Jänner 1938 wurde der Markt Au /Donau in die Großgemeinde eingemeindet. Die Wehr wurde in ihrem Stand und Bestand nicht verändert.

05. Jänner 1938 Auflösung der Marktgemeinde Au, sämtliche Unterlagen und Möbel vom Gemeindeamt Au nach Naarn übertragen.

1938Landesgesetzesblatt vom Februar 1938
 

 

13. März 1938 Der Anschluss ans Deutsche Reich brachte die Eingliederung in die Deutsche Feuerwehrpolizei mit sich. Die Feuerwehr wurde vom Verein zur Körperschaft öffentlichen Rechts, da während des 2. Weltkrieges beinahe alle Träger der Feuerwehr zur Wehrmacht eingezogen wurden, bildeten Mitglieder der Hitlerjugend Löschgruppen, um den Feuerschutz im Ort aufrecht zu erhalten. Nicht selten kam eine Nachricht in die Heimat, dass ein Feuerwehrmann an der Front den Tod fand. Ein Appell folgte dem anderen. Sparmaßnahmen wurden angeordnet und sogar 10 Stahlhelme wurden zugewiesen. Es gab Schulungen im Luftschutz, zur Bekämpfung von Brandbomben aller Art. Hauskontrolleure mussten feststellen ob Sand, Wasser und Feuerpatschen griffbereit waren.

 

Ueberweisung1938Schreiben Landesfeuerwehrverband 1938. Zusammenlegung der Feuerwehren

 

 

11. Juli 1938:
Der Anschluss brachte nicht nur einen Zusammenschluss der Gemeinden mit sich, sondern auch eine Zusammenführung der Wehren einer Großgemeinde. (Gemeindefeuerwehr)

 

1946 - Alois Wagner wurde Wehrführer:
Am 14. April 1946 erfolgte im Gasthaus Schützeneder die Wiedererstehung der Feuer- u. Wasserwehr des Marktes Au an der Donau. Alois Wagner wurde in einer offenen Wahl zum neuen Wehrführer gewählt und sein Vorgänger Josef Froschauer im vollen Umfang geehrt.

 

09. Juli 1947 Bestellung Motorspritze:
Die in diesem Jahr bestellte Motorspritze konnte lt. Schreiben der Firma Rosenbauer aus Gründen von Rohstoffmangel erst ein Jahr später geliefert werden.

1947BestellungMotorspritze
 

1947 schaffte man einen altgedienten „Steyrer A 1500“ aus Wehrmachtsbeständen als „neues“ Feuerwehrauto an.

 

1948LieferscheinMotorspritze
1948LieferscheinMotorspritze2
 

Lieferschein erstes Feuerwehrauto

 

1948ErstesFeuerwehrautoErstes Feuerwehrauto (Automarke Steyrer Benziner). Bild von 1948
 

 

1953:
Willi Österle wurde bei der Feuerwehrversammlung zum neuen Kommandanten gewählt und übernahm das Kommando der Feuer- und Wasserwehr Au an der Donau. Er war 30 Jahre lang Kommandant.

Die Kommandomitglieder in seiner Funktionsperiode waren:

Kdt. Stv.

Lettner Max

Hannl Willi

1953 - 1963

1963 - 1983

Kassier

Luftensteiner Josef

Hörlsberger Gottfried

Luftensteiner Josef

1963 - 1983

1958 - 1963

1963 - 1983

Zeugwart

Keferböck Josef

Vorbuchner Josef

Kiehas Josef

1953 - 1963

1963 - 1978

1978 - 1983

Gerätewart Wasserwehr

Brunner Engelbert

Braher Johann

1958 - 1978

1970 - 1983

1. Zugskommandant

Froschauer Josef

Nösterer Willi

1953 - 1963

1963 - 1983

2. Zugskommandant Wasserwehr

Tauber Franz

Brunner Engelbert

1953 - 1978

1978 - 1983

Schriftführer

Grasserbauer Anton

1953 - 1983

Lotsenkommandant

Keferböck Michael

Hannl Willi

Froschauer Josef

1953 - 1958

1958 - 1963

1963 - 1983

 

1954  – Eine Katastrophe für unsere Region:
Das Jahrhunderthochwasser von 1954, welches weite Teile des Machlandes überschwemmte, forderte sämtliche verfügbare Einsatzkräfte. Eine Wasserstandshöhe wie sie nach dem Jahre 1501 nicht mehr nachgewiesen werden konnte, wurde verzeichnet. Menschen und Tiere waren in größter Lebensgefahr und mussten mittels Zillen und sonstigen spärlich zur Verfügung stehenden Wasserfahrzeugen gerettet werden. Diese Rettungsaktionen wurden in den meisten Fällen unter Einsatz des eigenen Lebens durchgeführt. Viele Helfer hatten noch nie ein Ruder in Händen gehalten und haben bei dieser Katastrophe größte Leistungen vollbracht. Die Einsätze brachten die Männer an ihre Grenzen.

Die Nächte waren kurz und die Hilferufe und das heulen der Sirenen forderten immer wieder ihre ganze Aufmerksamkeit. Viele Nächte blieben schlaflos.

Eine volle Woche lang waren 30-40 Feuerwehrmänner 24 Stunden im Einsatz.

Im Markt Au waren alle Häuser vom Wasser betroffen bis auf die Fleischhauerei Hörlsberger und deren Garagen. Hier war nur der Keller des Hauses betroffen. Um diesen freizuhalten, waren zwei Feuerwehrpumpen rund um die Uhr im Einsatz. Das Feuerwehrhaus blieb ebenfalls vom Wasser verschont und wurde daher als Unterstand für das Vieh verwendet, genau wie die Garagen der Fleischerei, welche jedoch viel zu klein waren, sodass auch die kleine Fläche vor dem Feuerwehrhaus für alle möglichen Tieren benötigt wurde. Die freiwilligen Helfer, die Feuerwehr und die Besatzungsmacht (Russen) mit ihren Schlauchbooten waren Tag und Nacht unterwegs.

 

BewirtungGasthausStadler1954
Bewirtung vor dem Gasthaus Stadler - Marktstraße
1954
 

 

19542
19543
 

 

19544
 

Frau Vösenhuber, aus der Kalkbrennerei verstarb in dieser Zeit und wurde von den Feuerwehrmännern mit der Zille nach Naarn zum Begräbnis gefahren.

Bei diesen Einsätzen zeigte sich, dass die Wasserwehrausrüstung ungenügend war, dies führte zum Beschluss des Kommandos zum Ankauf eines gebrauchten Pontons aus der Schiffswerft Linz, sowie von zwei Sturmbootmotoren und mehreren Zillen.

 

1955

Schiffswerft1955Panton Anschaffung
 

Nach dem Beschluss 1954, die Wasserwehrausrüstung aufzustocken, wurden der Ponton und mehrere Zillen in den Dienst gestellt. Unter dem Motto „Wasserfest in Au“ wurden die Geräte im Rahmen eines Festes durch den Pfarrer Andreas Hebrank geweiht. Zu diesem Anlass wurde auch eine Zillenmeisterschaft abgehalten, an der sich viele benachbarte Feuerwehren beteiligten. Den ersten Preis beim Zillenfahren machte Willibald Hannl, von unserer Wehr.

Zillenmeisterschaft1954Einweihung Ponton
 

 

1958 - Jänner bis Dezember:
Bauarbeiten am Feuerwehrhaus, viele Baustoffe, wie Sand, Holz, Ziegel und Kalk wurden von den umliegenden Firmen zur Verfügung gestellt.

19581
19582
 

1959: Am 9. August 1959, nach 18-monatiger Bauzeit erfolgte die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses mit erneutem Wasserfest.


1960 – Anschaffung Tragkraftspritze:
 Am 20. Juni 1960 wurde der Gerätestand durch eine moderne Tragkraftspritze Automatik 75 VW aufgestockt.

Tragkraftspritze1960Ansuchen Beihilfe für Tragkraftspritze
 

 

1963 – Mannschaftsfoto anlässlich des 40-jährigen Bestehens unter der Führung von Kdt. Willi Österle

1963
 

 

1965 - Anschaffung Feuerwehrauto:
Im Jahr 1965 wurde das altersschwache Feuerwehrauto der Marke Steyr durch einen „Ford FK 1000“ ersetzt.

1965KaufvertragFordFK1000Kaufvertrag Ford FK1000 aus dem Jahr 1965
 

 

1970

1970 veranstaltete die Feuerwehr Au an der Donau unter Kommandant Österle ihr erstes Zeltfest mit einem Nassbewerb. Das Zeltfest wurde im Anschluss alle zwei Jahre wiederholt.

1970erstesSommerfestVorbereitung erstes Sommerfest
 

Durch den Erlös dieser Feste, konnte der Kinderspielplatz am Hafengelände errichtet und auch erhalten werden. Außerdem wurden 7000 Schilling zur Erhaltung und Sanierung der Flößerkapelle gespendet.

 

1971

Unter Mithilfe der Kameraden der Feuerwehr Au an der Donau wurde der Spielplatz im Hafengelände von Au errichtet. Viele Jahrzehnte wurde die Anlage von Fritz Hans in Schuss gehalten und in unzähligen freiwilligen Stunden repariert und neue Spielgeräte aufgestellt. Mit Unterstützung der Kameraden und der Gemeinde.

Das benötigte Holz zum Bau wurde zum Teil von Kommandant Österle (Sägewerk Österle) zur Verfügung gestellt. Seit 2012 übernimmt die Gemeinde Naarn aus Haftungsgründen die Betreuung.

1971KinderspielplatzKinderspielplatz
 

 

1976 - Oktober

Im Rahmen einer Modernisierung seitens des Landeskatastrophenhilfsdiensts wurde vom Landesverband beschlossen, den Wasserwehrstützpunkt Au an der Donau neu auszustatten. Daher wurden die Gerätschaften in diesem Jahr von unserer Feuerwehr übernommen.

1976KatastrophenhilfsdienstÜbergabe der Gerätschaften für den Katastrophenhilfsdienst an die FF Au/Donau - 1976
 
 

 

1983 - Willibald Hannl übernahm das Kommando

Die Kommandomitglieder in seiner Funktionsperiode waren:

Kdt. Stv.

Brunner Englbert

1983 - 1993

Kassier

Flankl Harald

1983 - 1993

1.Zugskommandant

Wurm Alfred sen.

1983 - 1993

2.Zugskommandant Wasserwehr

Braher Johann

1983 - 1993

Schriftführer

Kiehas Josef (Kreißler)

1983 - 1993

Gerätewart

Kiehas Josef

Fritz Johann

1983 - 1990

1990 - 1993

Lotsenkommandant

Voglhofer Johann

1983 - 1993

Gruppenkommandant Atemschutz

Heindl Walter

Hackl-Lehner Josef

1985 - 1988

1988 - 1993

Gruppenkommandant

Lettner Erwin

1983 - 1986

Im Zuge der Vollversammlung wurde dem alten Kommandanten Willi Österle für seine 30-jährige Tätigkeit als Kommandant der Ehrendienstgrad und das Feuerwehrverdienstkreuz verliehen.
Anton Grasserbauer legte sein Amt nach 37-jähriger Tätigkeit als Schriftführer und Willi Nösterer nach 20-jähriger Tätigkeit als Zugskommandant zurück.

MannschaftsfotoWilliHannl
Mannschaftsfoto unter der Führung von Kommandant Willi Hannl
 

 

1984SommerfestPlakat
Plakat vom Sommerfest
 

 

1986 – neues Feuerwehrfahrzeug (LFB)
In diesem Jahr wurde ein neues Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung in den Dienst gestellt. 350.000,00 Schilling brachte die Feuerwehr aus Eigenmitteln auf. Den gleichen Betrag steuerte die Gemeinde unter Bürgermeister Derntl bei.

1985FinanzierungsvorschlagLFB
Finanzierungsvorschlag aus dem Jahr 1985 für das neue LFB
 1986LFB
Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung
 

 

1993 - Lettner Erwin übernahm das Kommando

Nach 10-jähriger Tätigkeit übergab Willi Hannl bei der Vollversammlung im Gasthaus Pühringer das Kommando an Erwin Lettner. Willi Hannl wurde gleichzeitig zum Ehrenkommandanten ernannt. Auch Kommandant-Stv. Brunner Engelbert wurde mit dem Ehrendienstgrad ausgezeichnet. Bereits 1991 wurde Kiehas Josef für seine langjährige Tätigkeit im Kommando zum Ehren-Amtswalter ernannt.

1993KommandoErwinLettner
Erwin Lettner übernimmt von Willi Hannl
 

Kommandant Stellvertreter

Voglhofer Johann

Froschauer Gerald

1993 - 1998

1998 - 2008

Kassier

Holzer Manfred

1993 - 2008

1.Zugskommandant

Kirchgrabner Gerald

1993 - 2008

2.Zugskommandant Wasserwehr

Bergsmann Walter

Wurm Fred

Geisberger Ewald

1993 - 1998

1998 - 2006

2006 - 2008

Schriftführer

Kiehas Josef (Kreißler)

Martetschläger Gottfried

Masilko Matthias

1993 - 1998

1998 - 2001

2001 - 2008

Gerätewart

Perger Karl

Wurm Alfred jun.

Leonhardsberger Karl jun.

Haag Manfred

1993 - 1996

1996 - 1998

1998 - 2000

2000 - 2008

Gerätewart Wasserwehr

Scheuwimmer Franz

1993 - 1996

Gruppenkommandant Funk

Parstorfer Robert

Froschauer Gerald

1993 - 1995

1995 - 2008

Gruppenkommandant Atemschutz

Hackl-Lehner Josef

1993 - 2008

Gruppenkommandant Jugend

Kiehas Gerald

Husar Robert

2003 - 2006

2006 - 2008

Gruppenkommandant

Geisberger Ewald

2003 - 2006

Erweiterte Aufgaben (Einkauf, Budget)

Parstorfer Robert

2003 - 2008

 

In diesem Jahr fanden die Festlichkeiten zum 70-jährigen Gründungsjubiläum mit einem Aufmarsch der umliegenden Wehren vor dem Feuerwehrhaus statt. Zu diesem Anlass wurde eine neue Pumpe „BMW Fox-TS12“ angeschafft. Im Zuge des Jubiläumsfestes wurde die Pumpe im feierlichen Rahmen eingeweiht. Die Feuerwehr war und ist neben der Einsatzbereitschaft immer auch ein Faktor der Geselligkeit und des kulturellen Lebens.

199370JahreFeier
70 Jahre Feier vor dem Feuerwehrhaus
 

 

Beim Ankauf der neuen Pumpe “BMW Fox TS-12“ ebenfalls im Jahr 1993 übernahm die Gemeinde Naarn unter Bürgermeister HD Edmund Traxler anlässlich unseres 70-jährigen Bestehens die Hälfte der Kosten.

1993EinweihungBMWFox
Einweihung BMW Fox-TS12. Im Bild die Kameraden Parstorfer und Perger
 

Im Jahre 1998 wurde Kiehas Josef (Greißler) für seine 15-jährige Tätigkeit als Schriftführer mit dem Ehrendienstgrad ausgezeichnet.

In den Jahren 1993 bis 2001 wurde das Zeughaus in eigennütziger und unentgeltlicher Arbeit von den Kameraden renoviert. Es wurde eine Heizung und sanitäre Anlagen geschaffen und installiert. Auch ein Schulungsraum wurde eingerichtet. Den Großteil der Kosten für den Umbau übernahm die Gemeinde Naarn.

 

 
Renovieren1Erwin Lettner und Walter Bergsmann
 
Renovieren2Matthias Masilko und Josef Viehböck jun.
 

 

2001 – Mannschaftsfoto

2001Mannschaftsfoto

 

 

2002 – Jahrhunderthochwasser

März 2002     1. Hochwasser, Pegelhöchststand in Mauthausen
Juli 2002     Unwetterkatastrophe, zweimal am Tag hagelte es. Einige Keller wurden überflutet
August 2002     2. Hochwasser, Pegelhöchststand in Mauthausen

 

2002HochwasserHochwasser 2002

 

 

 

2003 – Erste Jugendgruppe

Im Jahr 2003 ist es uns erstmals gelungen, eine Jugendgruppe mit 22 Burschen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren zu gründen.

2003ErsteJugendgruppe

 

 

2005 – Einweihung Mannschaftstransportfahrzeug und A-Boot
Da unser Arbeitsboot das Hochwasser 2002 wie viele andere Gerätschaften nicht unbeschadet überstand, wurde vom Katastrophenhilfsdienst ein neues Boot für den Wasserwehrstützpunkt Au/Donau angekauft.
Weiters wurde im Jahr 2005 ein Mannschaftstransportfahrzeug zur Beförderung der Mannschaft zu den verschiedenen Einsätzen, Bewerben (Zillenfahren, Bewerbsgruppe, Funk,…) angeschafft. Die FF Au/Donau übernahm damals 13.400 € der Gesamtkosten von 66.214 €.
Am 04. September 2005 wurde dieses MTF und das A - Boot eingeweiht, und in den Dienst gestellt.

2005A-Boot1
Das neue A-Boot
2005A-Boot2
Einweihungsfeier A-Boot und MTF
 

2007 – Schlauchboot mit Motor

Im Jahr 2007 erhielten wir für unseren Wasserwehrstützpunkt ein Schlauchboot, welches wegen seines geringen Tiefgangs auch für kleinräumige Überschwemmungen genutzt werden kann.

2007Motor-Schlauchboot
 Motor-Schlauchboot
 

 

2008 – Ewald Geisberger übernahm das Kommando

Bei der Vollversammlung im Jänner 2008 und nach 15-jähriger Tätigkeit übergab Erwin Lettner das Kommando an Ewald Geisberger. Erwin Lettner wurde zum Ehrenkommandanten ernannt. Danach wurden auch die Kameraden Gerald Froschauer, Gerald Kirchgrabner, Manfred Holzer, Alfred Wurm jun. und Josef Hackl-Lehner für ihre langjährige Kommando-Tätigkeit mit dem Ehrendienstgrad ausgezeichnet.

Die Kommandomitglieder in seiner Funktionsperiode waren/sind:

Kommandant Stellvertreter

Viehböck Josef jun.

Mantel Frank Uwe

2008 - 2013

2013 -

Kassier

Mantel Frank Uwe

Auer Christoph

Voglhofer Martin

2008 - 2013

2013 - 2018

2018 -

1.Zugskommandant

Kirchgrabner Christian

2008 -

2.Zugskommandant

Walchshofer Günther

Kirchgrabner Peter

2008 - 2018

2018 -

Schriftführer

Auer Christoph

Walchshofer Manfred

Auer Christoph

2008 - 2013

2013 - 2018

2018 -

Gerätewart

Walchshofer Manfred

Scheinast Christoph

2008 - 2013

2013 -

Gruppenkommandant Funk

Mantel Frank Uwe

Reiter Florian

Wurm Christoph

2008 - 2011

2011 - 2018

2018 -

Gruppenkommandant Atemschutz

Oppenauer Thomas

2008 -

Gruppenkommandant Jugend

Bauer Jürgen

Lettner Andreas

2008 - 2016

2016 -

Gruppenkommandant Brand/Technisch

Kirchgrabner Peter

2013 - 2018

 

2011 – Mannschaftsfoto

2011Mannschaftsfoto
 
 

 

2018 - Anschaffung Hochwasserpumpe
Im Zuge des Projektes "Hochwasserschutz/Sanierung Aistdamm" wurde beschlossen mobile Pumpenaggregate für den Ernstfall anzuschaffen. Konkret geht es um die Entwässerung des Teiches in Au/Donau, welcher zuletzt beim Hochwasser 2013 sehr stark angestiegen ist und drohte auf die Landesstraße überzulaufen und die Häuser und Firmen zu überfluten. Auch die Gebäude welche sich am Campingareal befinden waren dem Wasser ausgeliefert.
Den Berechnungen der zu bewältigenden Wassermassen, nach Rücksprache mit den Herstellerfirmen und einer Ausschreibung, wurde die Entscheidung gefällt zwei mobile Pumpenaggregate anzuschaffen. Eine dieser Pumpen samt Zubehör ist bei unserer Wehr stationiert und die zweite bei den Kameraden der FF-Haid.

 2018bung-Hochwasserpumpe
 
2018bung-Hochwasserpumpe2
Übung mit der Hochwasserpumpe
 

 

Derzeitiger Mitgliederstand der FF Au an der Donau per 01.Juli 2019:

Aktiv: 102
Reserve: 22
Jugend:12
Gesamt: 136


Die Vollversion der Chronik liegt im Feuerwehrhaus auf.
Die Rechte der Chronik und der Bilder sind ausschließlich Herrn Karl Korizek und der Feuerwehr vorbehalten!

 

 

 

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